Gemeinsamer Ruf nach verbindlichen Rezyklatgehalten für Kunststoffprodukte

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Die Befürworter verbindlicher Maßnahmen schließen sich zusammen: Eine Gruppe 34 europäischer Unternehmen und Organisationen ruft die EU auf, Mindestanteile für Recyclingkunststoff in bestimmten neuen Produkten verbindlich festzulegen. Die erforderlichen Investitionen von bis zu zehn Mrd € in den Ausbau von Getrenntsammlung, Sortierung und Recycling von Kunststoffabfällen in der EU sind aus ihrer Sicht nur möglich, wenn gesetzgeberische Maßnahmen die Nutzung großer Mengen an Kunststoffrezyklat sicherstellen. „Dies wird von Minute zu Minute notwendiger angesichts des chinesischen Importverbots für bestimmte Abfallströme“, so die Unterzeichner des Aufrufs.

Die Europäische Kommission setzt in ihrer Kunststoffstrategie auf freiwillige Selbstverpflichtungen, um die Nachfrage nach Kunststoffrezyklat und damit das Recycling von Kunststoffabfällen in der EU zu stärken. Auf diesem Weg will sie erreichen, dass spätestens 2025 rund zehn Mio Tonnen Recyclingkunststoff in neuen Produkten eingesetzt werden. Aus Sicht der Unterzeichner ist aber eine starke Rezyklatnachfrage nicht möglich ohne konkrete verbindliche Vorschriften, flankiert von wirtschaftlichen Maßnahmen, um die Preislücke gegenüber Neuware zu überbrücken. Der Dachverband der privaten europäischen Entsorgungswirtschaft FEAD und der europäische Recyclingverband EuRIC fordern bereits seit längerem verbindliche Maßnahmen zur Förderung der Sekundärrohstoffnachfrage. Sie gehören auch zu den Unterzeichnern des neuen Aufrufs. Des Weiteren schlossen sich unter anderem die europäischen Verbände ACR+ und Municipal Waste Europe an, die kommunale und regionale Interessen vertreten, die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und weitere Umweltschutzorganisationen sowie Einzelunternehmen. Zu letzteren gehören Remondis, Scholz Austria, der finnische Entsorger Lassila & Tikanoja und der Leergut- und Sortiertechnikanbieter Tomra. Den vollständigen Artikel lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 30/2018. Der Text steht bereits jetzt im E-Paper zur Verfügung:

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Source: EUWID Recycling und Entsorgung

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